Warum bewerten wir die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)?

Wer einen festen Job hat, hat einen Arbeitsvertrag. Für Crowdworker gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Plattformen. Doch diese AGB schützen sehr einseitig Auftraggeber und Plattformen und benachteiligen Crowdworker. Vielfach enthalten sie einzelne Bestimmungen, die nach unserem Rechtsverständnis unfair oder rechtlich nicht haltbar sind. Deshalb unterziehen wir die AGB der Plattformen einem Experten-Check, der zunächst folgende Punkte berücksichtigt:

  • Wie werden Änderungen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen angekündigt und umgesetzt?
  • Wie wird mit der Ablehnung der abgelieferten Auftragsarbeiten umgegangen-gibt es eine Begründung?
  • Wird den Auftragnehmern eine angemessene Nachbesserungsfrist eingeräumt?
  • Gibt es Kontaktverbote zwischen den Crowdworkern und den Auftraggebern bzw. untereinander?

Vor dem Hintergrund dieser Kriterien haben wir eine erste grobe Bewertung der Plattformen unter dem Gesichtspunkt vorgenommen, ob die Plattformen bzw. die Auftraggeber ihre Aufträge zu fairen Bedingungen den Crowdworkern anbieten und abwickeln. Die Rechte, die die deutsche Rechtsordnung im AGB- und Urheberrecht den Auftrag nehmenden Crowdworkern einräumen, liefern dafür einen ersten Anhaltspunkt - unabhängig davon, ob das deutsche Rechte anzuwenden ist oder nicht. Und unabhängig davon, ob hier tatsächlich ein Verstoß gegen das deutsche AGB- oder Urheberrecht vorliegt. In den meisten von uns bisher untersuchten Geschäftsbedingungen wird jedoch das Recht von bestimmten US-Bundesstaaten zur Grundlage gemacht. Fragen an uns? kontakt@faircrowdwork.org

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